Rainer Prewo ist von der Oberreichenbacher LQN-Initiative begeistert

Veröffentlicht am 23.03.2011 in Wahlen
  • Der SPD-Landtagsabgeordnete sieht die Flächengemeinde mit ihrem Kurs auf dem richtigen Weg – Prewo: "Land muss sich stärker um die ländlichen Regionen kümmern."

OBERREICHENBACH. Begeistert ist der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Rainer Prewo von der Oberreichenbacher Initiative Lebensqualität durch Nähe (LQN). Bei einem Fachgespräch mit Bürgermeister Karlheinz Kistner, Mitgliedern der Initiative und interessierten Bürgern erörterte Prewo, welche Vorteile eine gute kommunale Infrastruktur, engagierte Vereine und Kirchengemeinden aber auch eine gute Einbindung in den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) des Landkreis mit sich bringen. Dass es den Oberreichenbachern gelungen ist, einen monatlichen Mittagstisch im Gasthaus Hirsch zu organisieren - „die Menschen kommen nicht nur wegen des guten Essens hierher, sondern um sich zu treffen und miteinander zu reden“ (Kistner) -, dass sie seit 1. März eine Kinder- und Kleinkindbetreuung von 0 bis 24 Uhr für jedes Alter auf die Beine gestellt haben und auch ein eigener Fahrplan gedruckt und ehrenamtlich verteilt wurde, imponiert dem Landespolitiker,. Er ist aber auch beeindruckt, dass es Oberreichenbach als einer der ersten Kommunen im Landkreis neben Neubulach gelungen ist, einen Zeitbank-Verein zu gründen, mit dem die Nachbarschaftshilfe gestärkt wird.

„Diese Angebote sind vorbildlich und zeigen, dass viele Ideen nötig sind, um unsere Dörfer anziehend zu machen – auch für Gäste“, sagte Prewo. Er verlangt, dass sich das Land gerade im ländlichen Raum künftig stärker engagiert, dass die Sanierung von Straßen und der Ausbau des Breitbandnetzes dringend vorangetrieben werden und neue Konzepte für die Versorgung der Menschen in ländlichen Regionen entwickelt werden. So habe die SPD erst vor zwei Wochen ein Konzept für eine bessere medizinische Versorgung von Landgemeinden durch den Aufbau von Gemeinschaftspraxen erstellt. Die SPD fordere zudem schon seit geraumer Zeit einen festen Stundentakt für den Busverkehr. Auch die Entwicklung neuer touristischer Produkte hält Prewo für nötig, darunter Wanderwege, Radwege, Vesperhütten. „Alles was wir entwickeln, um mehr Gäste anzulocken, kommt auch uns Einwohnern im Kreis zugute,“ erläutert der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag. Wie wichtig dabei nicht nur die Ideen sind, sondern ihre praktische Umsetzung, darauf weist der ehemalige Nagolder Oberbürgermeister immer wieder hin. Es sei wichtig, in die Infrastruktur zu investieren, sagte eine 19-jährige Abiturientin, die keinen Hehl daraus machte, dass sie nach ihrem Studium woanders hinziehen würde, wenn sich die Verkehrsanbindung per ÖPNV nicht verbessert. „Meine Mutter fährt mich heute viel durch die Gegend, da es keine guten Busverbindungen gibt“, sagte die junge Frau aus Oberkollbach, die, wenn sie einmal eigene Kinder habe, diesen bessere Mobilitätsmöglichkeiten bieten will. Für Rainer Prewo bildet dieses Statement „ein Stück Lebensrealität einer jungen Frau ab, die wir unbedingt ernst nehmen müssen.“

 

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