Rainer Prewo: Handwerk hat große Bedeutung für den Südwesten

Veröffentlicht am 01.02.2011 in MdB und MdL

Der SPD-Landtagsabgeordnete und Wirtschaftsexperte Dr. Rainer Prewo will auch in den kommenden fünf Jahren ein verlässlicher Partner für das Handwerk sein. Bei einer Podiumsdiskussion, die die Kreishandwerkerschaft im Zuge ihrer jüngsten Klausurtagung der Innungsmeister im Gasthaus Hirsch in Altensteig-Überberg veranstaltet hat, hat Rainer Prewo die Bedeutung des Handwerks für den Südwesten hervorgehoben. Um dem Handwerk auch in Zukunft eine gute Grundlage für die Ausbildung von Nachwuchskräften zu bieten, hält es Prewo für unerlässlich, das Bildungssystem umzubauen. Ein längeres gemeinsames Lernen müsse das Ziel sein und keine frühe Auslese zehnjähriger Kinder. Zu oft würden die Kinder und Jugendlichen aus Hauptschulen, trotz aufopfernder pädagogischer Arbeit der Lehrkräfte, keine guten beruflichen Chancen bekommen, da sie in dieser Schulart nicht ausreichend gefördert würden.

„Die Schüler sind besser als es das System zulässt“, sagt Prewo. Auch die Stärkung der Berufsschulen liegt Prewo am Herzen. Als sehr sinnvoll erachtet er Patenschaften mit den Bildungsakademien des Handwerks. In Sachen Bildung verfolgt Rainer Prewo ein weiteres Ziel: die Einrichtung handwerksrelevanter Studiengänge: „Auch das Handwerk braucht künftig ein Upgrade der Qualifikationen“, sagt der Landtagsabgeordnete Der ehemalige Nagolder Oberbürgermeister macht sich zudem stark dafür, dass öffentliche Aufträge mittelstands- und damit handwerkerfreundlich ausgeschrieben werden, um einen „echten regionalen Wettbewerb“ zu bekommen. Auch bei großen Vorhaben sei dies möglich, indem nach Gewerken und Losen ausgeschrieben wird, anstatt das Vorhaben an einen Generalunternehmer zu vergeben. Zu oft würde hier der Mittelstand benachteiligt, obwohl ein Landesgesetz mittelstandsfreundliche Vergaben vorschreibe. Zufrieden ist Prewo, dass inzwischen die Wertgrenzen bei der Vergabe von kommunalen Aufträgen, wie lange von der SPD gefordert, angepasst worden sind. Eine Verbesserung der Infrastruktur – insbesondere in ländlichen Regionen wie dem Landkreis Calw – ist für Rainer Prewo als Faktor zur Wirtschaftsförderung unerlässlich. Es müsse zwingend mehr Geld in den Ausbau und die Sanierung von Straßen fließen und der öffentliche Personennahverkehr ausgebaut werden, betonte der SPD-Politiker. Er kritisierte, dass der Generalverkehrsplan des Landes von 1995 gerade mal zu 38 Prozent umgesetzt sei. Der Zustand der Landesstraßen im Kreis führe jedem vor Augen, wo die Versäumnisse lägen. Bezüglich der vom Handwerk formulierten „Wahlprüfsteine“ ist ein Ziel des SPD-Wirtschaftsexperten, die Gewerbeförderung auf kleine Unternehmen zu fokussieren. Hier sieht er eine effiziente Förderung von Existenzgründungen als besonders wichtig an. Schon als OB sei ihm bei der kommunalen Wirtschaftsförderung stets wichtig gewesen, die vor Ort angesiedelten Betriebe zu stärken. „Die Bestandspflege ist sehr wichtig und wirkt positiv nach außen“, so Prewo. Dass die energetische Gebäudesanierung auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen muss, steht für den SPD-Landtagsabgeordneten außer Frage. Die Investitionen in den Bestand seien wichtig und richtig. Auch müsste der Ausbau der erneuerbaren Energien forciert werden. Einerseits, um den Gebietsmonopolen der Energiemärkte Einhalt zu gebieten. Andererseits um durch die Dezentralisierung auch neue Projekte in den Bereichen Windkraft, Wasserkraft, Biomasse oder Photovoltaik auf den Weg zu bringen, bei denen das regionale Handwerk seine Kompetenzen einbringen kann. Den Abbau von Bürokratie für die kleinen und mittelständischen Unternehmen will Rainer Prewo künftig ebenso forcieren, wie den Ausbau der Abzugsfähigkeit von Handwerkerleistungen im Haushalt. Rainer Prewo hob bei der Diskussion mit der Kreishandwerkerschaft die Bedeutung des Handwerks für den Südweste hervor.

 

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