02.12.2019 in Partei von SPD Kreis Calw
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber Inne...
Wir gratulieren unserer SPD Kreisvorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans herzlich zur
gewonnenen Wahl. Es war ein hart geführter, doch fairer Wahlkampf. Unser Respekt und unsere
Anerkennung gelten auch allen anderen Teams, die sich zur Wahl gestellt haben. Auch gilt unser
Dank der organisatorischen Meisterleistung der Bundes-SPD um Generalsekretär Lars Klingbeil, die
dieses basisdemokratische Kabinettsstückchen möglich gemacht haben.
30.11.2019 in Fraktion
Liebe Saskia,
der SPD Ortsverein Oberes Enztal gratuliert dir recht herzlich zu deiner Wahl!
Zusammen mit Norbert Walter-Borjans hast du die Stimmenmehrheit der SPD Mitglieder erhalten! 53,06 % ein tolles Ergebnis!
Zum Parteivorsitz wünschen wir dir sehr viel Kraft und Durchsetzungsvermögen.
30.10.2019 in Aus dem Parteileben von SPD Kreis Calw
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Dieses Zitat von Hermann Hesse, aus dem berühmten Gedicht „Stufen“ passt mehr denn je zur Situation der SPD in der Bundesrepublik und in der Regierungskoalition.
Im Wettbewerb um den Parteivorsitz der SPD lag es nach 23 Regionalkonferenzen an den SPD‐ Mitgliedern, sich für eines der aufgestellten Teams zu entscheiden. Am vergangenen Samstag hat die Auszählung der Stimmen ergeben, dass keines der Teams eine absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Die Calwer Bundestagsabgeordnete Saskia Esken und ihr Teampartner Norbert Walter‐Borjans, ehemals Finanzminister in Nordrhein‐Westfalen gehen als Zweitplatzierte in die Stichwahl gegen das knapp führende Team des amtierenden Bundesfinanzministers Olaf Scholz und der ehemaligen Brandenburger Landtagsabgeordneten Klara Geywitz. Der Kreisvorstand der SPD im Kreis Calw freut sich über den Erfolg der Calwer Kreisvorsitzenden und Abgeordneten Esken und wertet die Wahl als ein Zeichen der SPD‐Basis, der alten Gewöhnung den Rücken zu kehren und sich bereit zum Aufbruch in ein neues Zeitalter der Sozialdemokratie zu machen. Die als konservativ einzuordnenden Teams haben im Vergleich zu den progressiven deutlich das Nachsehen. Mit ihrem starken Fokus auf der gerechten Verteilung von Lasten und Chancen, mit Themen wie Ökologie und Klimaschutz, Digitalisierung und der Stärkung der Kommunen haben Saskia Esken und Norbert Walter‐Borjans mit 21% der Stimmen einen hohen Anteil der Mitglieder von sich überzeugen können.
Der SPD‐Kreisvorstand Calw steht hinter dem Konzept von Esken und Walter‐Borjans, dass die SPD für eine gerechte Zukunft für die Vielen einzutreten habe, so Andreas Reichstein. Paul Sander rechnet fest mit einem Erfolg des Duos in der Stichwahl. Die Wahl in Thüringen hat nach Ansicht von Richard Dipper einmal mehr gezeigt, dass es der SPD an Erkennbarkeit, an Glaubwürdigkeit und an Durchsetzungskraft fehlt. David Mogler sieht den Absturz in der Wählergunst als ein Resultat einer Politik für die Wenigen auf dem Rücken der Vielen, dies müsse sich nun ändern. Der SPD‐ Kreisvorstand richtet nun einen Appell an die SPD, sich mit Saskia Esken und Norbert Walter‐Borjans am Steuer auf den Weg zu machen, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern, in andre, neue Bindungen zu geben.
30.10.2019 in Wahlen von SPD Kreis Calw
Liebe Genossinnen, liebe Genossen,
er hat es geschafft! Nach hartem, fairem Wahlkampf ist unser Genosse Florian Kling am 13.10.2019 mit 51,7% der Stimmen zum neuen Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Calw gewählt worden. Der Kreisvorstand der SPD in Calw freut sich über dieses fabelhafte Ergebnis und den roten Punkt, der im sonst so schwarzen Wald gesetzt werden konnte. Wir gratulieren hiermit Florian herzlichst zum neuen Amt und hoffen, dass durch eine offene und souveräne Politik Calw wieder zu neuer Größe verholfen werden kann. Obgleich uns bewusst ist, dass die Baustellen und Vorhaben in den nächsten Jahren schwierig und kräftezehrend werden, darf Florian jederzeit auf unsere Unterstützung und Solidarität bauen. Wir sind sicher, dass er die kommenden Aufgaben im Sinne der Bürger und der Region angehen wird, seine Weitsicht und sein Durchhaltevermögen haben den erst 32‐Jährigen bis zu diesem Punkt gebracht. In Sachen E‐Government und Digitalisierung ist „Captain Kling“ schon auf dem richtigen Weg, Akzente zu setzen und mit seinen Ideen und seiner umgänglich diplomatisch‐schlagfertigen Art wird er den Gemeinderat und die Verwaltung für dringend notwendige Veränderungen und Reformen gewinnen. Mit Florian an der Spitze der Verwaltung von Calw kann man sich als Einwohner und SPD‐Mitglied auf eine neue Ära in Calw einstellen. Wir freuen uns auf das was da kommt.
Alles Gute lieber Florian
22.10.2019 in Ortsverein
Persönlicher etwas längerer Nachruf auf Eppler
Mit einem freundlichen Lächeln und einer kurzen, angedeuteten Umarmung empfängt mich Erhard Eppler am Gartentor vor seinem schmucken kleinen Häuschen am Waldesrand in Schwäbisch Hall. Und aufrecht — das Wort darf durchaus in doppeltem Sinne verstanden werden. April 2017: Ein kleines Wunder, dass der politische Quer-, Vor- und Nachdenker wieder auf den Beinen steht. In dem langen, zweieinhalbstündigen Gespräch bei von seiner Ehefrau selbstgebackenem Kuchen, Kaffee und Tee verrät mir der Mann, der mir schon in meiner Jugend zum politischen Vorbild geworden ist: „Vor einigen Wochen lag ich noch kurze Zeit bewusstlos im Krankenhaus.“ Und kurz zuvor musste er wegen einer schrecklichen Migräne einen Auftritt im evangelischen Gemeindehaus Calmbach zum Reformationsjahr absagen, zu dem ich ihn schlechten Gewissens überredet hatte.
Der damals 90-Jährige darf einfach nicht sterben. Denke ich damals, sage es aber nicht. Wer kann die messerscharfe Analytik, die Visionen, die fast prophetische Sicht der Dinge, die Zivilcourage und die geschliffene Formulierungskunst des überzeugten Christen und engagierten Umwelt- und Friedenspolitikers jemals ersetzen ?
„Schon in den 70er-Jahren hast Du bei Vorträgen in Calmbach, in Gaststätten wie dem Goldenen Anker, dem Birkenhof und Waldhorn einen Satz gesagt, den ich nie vergessen werde“, überrasche ich ihn für einen kurzen Moment und zitiere: „Die ungeklärte Frage der Entsorgung von Brennstäben bei Atomkraftwerken ist etwa so, wenn ich einen Piloten nach Afrika schicken würde mit dem Hinweis: Da ist gerade ein Flughafen im Bau und wenn Du Glück hast, kannst Du landen.“ Eppler lächelt und widerspricht kurz: „Das muss aber schon in den 60ern gewesen sein.“ Stimmt. Der Mann vergisst nichts. Schließlich saß der in Ulm geborene, in Schwäbisch Hall aufgewachsene und jahrelang in Dornstetten/Kreis Freudenstadt als Gymnasiallehrer wirkende Sozialdemokrat zwischen 1961 und 1969 für den Bundestagswahlkreis Calw/Freudenstadt im Bonner Parlament und nicht in den 70ern. Und ich erinnere ihn daran, als er 1981 vorne am Mikrofon stand und ich einer von 300 000 Protestierenden war, die sich im Bonner Hofgarten gegen Helmut Schmidts Raketenpolitik empörten.
In Kontakt komme ich mit dem Doktor der Philologie aber schon als 14-Jähriger. Mein ebenfalls in diesem Jahr als 94-Jähriger verstorbener Deutschlehrer und Rektor Walter Siebert — ein großer Menschenfreund wie Eppler — lädt den schon 1965 prominenten Politiker zu einer dreiteiligen Vortragsreihe der Volkshochschule über Bismarck nach Calmbach ein. Was interessiert mich Bismarck? Aber mich interessiert Eppler. Und so folge nur ich als einziger Schüler dieser Einladung. Beim zweiten Vortragsabend fehle ich. Am nächsten Tag sagt mein Lehrer vor versammelter Klasse: „Erhard Eppler hat gestern gefragt, wo der aufmüpfige, muntere Schüler ist, der beim letzten Mal sich so eifrig eingemischt hat.“ Eppler mag die Diskussion mit der rebellierenden Jugend. Also bin ich beim abschließenden dritten Abend wieder zur Stelle.
Doch wen löchere ich jetzt ? Wer beantwortet mir nach seinem Tod die drängenden, ungelösten Zukunftsfragen ? Mit 92 Jahren ist die Persönlichkeit gestorben, die für mich unsterblich schien — und irgendwie auch bleibt — und in einer Reihe steht mit Humanisten wie Willy Brandt, Gustav Heinemann, Richard von Weizsäcker und Heiner Geißler.
Bruno Knöller, "Aus der Pforzheimer Zeitung."
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