Umleitungsverkehr in Calmbach

Veröffentlicht am 17.08.2012 in Gemeinderatsfraktion

Bad Wldbad, 17. August 2012

SPD-Gemeinderatsfraktion
Bad Wildbad

Betr.: Umleitungsverkehr in Calmbach

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Mack,

Sie und Herr Stadtbaumeister Jung-Teltschik haben in Gemeinderatssitzungen immer wieder erklärt, dass Sie die Situation in Sachen Umleitungsverkehr in Calmbach beobachten und gegebenenfalls kurzfristig reagieren würden. Diese Absicht ist löblich. Wir möchten dazu beitragen, dass der Umleitungsverkehr aufgrund des Umbaus und der Sanierung der Bundesstraße 294/Höfener Straße möglichst reibungslos abläuft, ungeachtet dessen, dass wir vor über einem Jahr weitergehende Vorschläge schriftlich unterbreitet haben, die unberücksichtigt geblieben sind. Weil erst Mitte September wieder Sitzungen stattfinden, möchten wir Ihnen, den übrigen Fraktionen und der Presse diese Vorschläge jetzt auf diese Weise unterbreiten, damit Sie rasch reagieren können.

Unsere Beobachtungen der vergangenen Tage möchten wir Ihnen schildern und gleichzeitig einige kurzfristig zu realisierende einfache Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Sie und wir alle sind ja bekanntermaßen daran interessiert, dass trotz der sich bis zum Jahre 2014 hinziehenden Arbeiten Bad Wildbad auch in dieser Zeit ein attraktives und gern anzusteuerndes Ausflugsziel bleibt.

1. Obwohl die B 294 derzeit noch befahrbar ist und sich die baubedingten Staus in der Zeit der Bundesstraßen-Sperrung sicher verdoppeln oder verdreifachen werden, sehen wir schon jetzt, bedingt durch die Sperrung der Kriegsstraße/Landesstraße, die Notwendigkeit und Möglichkeit, einige Änderungen vorzunehmen. Vor allem sonntags staut sich bisweilen der aus Calmbach in Richtung Freudenstadt und Calw abfahrende Verkehr über die Abzweigung zur B 296 hinaus. Die Folge: Obwohl die Straßenverkehrsordnung vorsieht, dass Einmündungen frei bleiben sollten, kann der Verkehr vom Ortsinneren kommend dann nicht ungehindert links auf die B 296 einbiegen, was eigentlich kein Problem sein dürfte.
Unser Vorschlag: Eine Ampel mit Anforderungsschleife anbringen oder zumindest ein aus Richtung Freudenstadt kommendes gut lesbares Schild aufstellen mit dem Hinweis „Bitte die Einmündung frei halten.“

2. Blockiert durch wartende Autos ist bisweilen auch die Einfahrt zum Karosseriebetrieb Wohlfahrt von Freudenstadt kommend auf der rechten Seite, vor der Abzweigung in die Häberlenstraße. Das Unternehmen hat zwar selbst ein kleines Schild auf der Straße angebracht, das aber kaum lesbar ist. Hinzu kommt: Dieser Tage, beim Einsatz der Feuerwehr wegen des Brandes beim Kleinenhof, gab es an dieser Barth-Abzweigung erhebliche Probleme durch blockierende Fahrzeuge.
Unser Vorschlag: Auch hier sollte eine besser erkennbare Beschilderung erfolgen.

3. Ein zentraler Verbesserungsvorschlag ist es, zu prüfen, ob an Sonntagen, ggf. auch an Samstagen, an denen ohnehin nicht gearbeitet wird, die Kriegsstraße provisorisch befahrbar ist, mit Schrittgeschwindigkeit über Schotterbeläge, Abdeckungen oder Ähnliches. So wird es oft auch andernorts gehandhabt. Damit könnte gerade an beliebten und sonnigen Ausflugstagen die Situation entzerrt werden.

4. Das Umdrehen des Einbahnverkehrs in der Alten Höfener Straße ist derzeit eine durchaus sinnvolle Maßnahme. Wenn allerdings die Höfener Straße gesperrt und dann die Kriegsstraße wieder befahrbar sein wird, können sich daraus erhebliche Komplikationen entwickeln. Das Einfahren in die Alte Höfener Straße und in die Jahnstraße ist dann zwar weiterhin leicht möglich, aber es wird nahezu unmöglich sein, wieder heraus zu kommen. Bitte bedenken Sie, dass vor allem Eltern von Kindern des Goßweiler-Kindergartens und der Goßweiler-Grund- und Hauptschule ihre Kleinen mit Autos bringen und abholen wollen und oft unter Zeitdruck stehen. Die Kriegstraße wird dann oft blockiert sein, so dass es schwierig wird, die einzige Ausfahrtmöglichkeit Jahnstraße zu nutzen. Die Folge: Fahrer/innen steigen aus, drücken auf die Fußgängerampel und versuchen so in die Kriegstraße einzufahren. Bitte beachten Sie auch, dass gerade an Wochenenden viele Sport- und Kulturveranstaltungen auf dem Sportplatz und in der Enztalhalle stattfinden und das Gewerbegebiet Beermiß Schwerverkehr mit sich bringt.
Unser Vorschlag: Spätestens bei der Sperrung der B 294 die Rückkehr zur alten Einbahnstraßen-Regelung in der Alten Höfener Straße, ggf. mit einer Ampel mit Anforderungsschleife. Alternativ wäre eine vernünftige Ampelregelung in der Jahnstraße zu prüfen, was aber eventuell zu weiteren Staus in der Kriegstraße führen könnte.

5. Um zu versuchen, während der Umbauphase mehr Verkehr auf die umweltfreundliche Enztalbahn zu verlagern, sollte mit der Albtalverkehrsgesellschaft darüber gesprochen werden, ob beispielsweise an Wochenenden Angebote mit besonderen Vergünstigungen für die Beförderung möglich sind. Die AVG sollte in dieser Zeit jedoch mindestens eines tun, nämlich verstärkt für ihre Einrichtung zu werben, was ökologisch und ökonomisch ohnehin sinnvoll wäre.

Wir möchten Sie bitten, diese Vorschläge in den nächsten Tagen zu prüfen und würden uns freuen, wenn der eine oder andere Gedanke zur Verbesserung der Verkehrssituation beitragen könnte.

Für die SPD-Fraktion

Bruno Knöller
Vorsitzender

 

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