Die SPD im Freibad Calmbach

Veröffentlicht am 15.05.2019 in Ortsverein

Bildunterschrift:
Eine Sanierung des Calmbacher Freibads und eine Hallenbad-Lösung fordern Bürger der Stadt Bad Wildbad in einem angeregten Vor-Ort-Gespräch mit SPD-Kandidaten. Foto: pm


SPD mit rundem Tisch im Freibad:
Bürger zweifeln an Umsetzung des Bäderkonzepts


BAD WILDBAD. Gewissermaßen an einem paritätisch besetzten Runden Tisch mit sechs SPD-Kandidaten für die Gemeinderatswahl und ebenfalls sechs Interessierten und engagierten weiteren Bürgern im Freibad Calmbach, versuchte eine  munter diskutierende Gesprächsrunde Vorschläge zur Lösung der schwierigen Bäderproblematik zu erarbeiten.
„Klar ist, dass alle Fraktionen im Gemeinderat für eine Sanierung des Calmbacher Freibades sind. Klar ist ebenso, dass wohl alle es gut fänden, wenn eine Lösung in Wildbad gefunden würde, bei der im Rahmen von Bürgermeister Klaus Macks Bädervision ein neues Hallenbad ermöglicht wird“, machten die vier  anwesenden Stadträte Bernd Muth, Hans-Henning Saß, Ursula Jahn-Zöhrens und Bruno Knöller deutlich. „Doch wir müssen auch weiterdenken und einen Plan B entwickeln, weil diese Vision in der Schwebe ist.“
Dieser Plan B sieht für die SPD-Kandidatinnen und Kandidaten eine Traglufthalle vor, also eine Art abnehmbares Zeltdach,  für das Calmbacher Freibad, das wesentlich günstiger als ein vielleicht zehn Millionen Euro teures neues Hallenbad ist. Dafür sprachen sich nahezu alle Anwesenden aus.
Stadtrat Bernd Muth hatte deshalb schon vor längerer Zeit eine Informationsfahrt nach Neustadt an der Weinstraße zu einer Traglufthalle organisiert, wobei die Fraktion auch vom Vorsitzenden der Schwimmabteilung im TSV Wildbad, Rolf Bott,  begleitet wurde. „In Neustadt und Stuttgart sind die Besucher schon seit vielen Jahrzehnten mit solchen Überdachungen hoch zufrieden. Das hat schon was“, wusste Muth. „Die Verwaltung müsste aber dafür die Kosten ermitteln. Aber seit dem Gutachten kam da nichts mehr aus dem Rathaus“, bedauerte das Ratsmitglied aus Calmbach.
„Die Vital-Therme muss bleiben“, forderten einige Bürger und meinten: „Die Lage ist herrlich.“ Bezweifelt wurde von den fleißigen Schwimmern auch, ob die treuen Vital-Thermen-Besucher ein Hallenbad im sogenannten Neuen Eberhardsbad annehmen würden. Während  Knöller für diese Position Verständnis zeigte, warnten Jahn-Zöhrens, Saß und der Wildbader Kandidat Christopher Schreiber übereinstimmend: „Die Vital-Therme ist allenfalls bedingt barrierefrei und auch von der Technik her in die Jahre gekommen.“
Doch wie dem auch sei, waren sich alle Beteiligten einig, was Freier Architekt Saß so zusammenfasste: „Wir brauchen eine winterfähige Halle.“ Die mit 18 Jahren jüngste Gemeinderatskandidatin überhaupt, Lena Knöller, appellierte: „Das Calmbacher Bad den Winter über mit einem mobilen Dach zu versehen, würde auch für junge Leute das Bad und die Stadt attraktiver machen. Oft muss ich mit anderen Jugendlichen im Winter bis nach Ispringen im Enzkreis zum Schwimmen fahren.“
Benjamin Köhl, Vorsitzender des Fördervereins Waldfreibad Calmbach, merkte an: „Will man einer Traglufthalle näher treten, muss man das zuvor mit den Schulen klären und das Ganze auch wegen des Schülertransports zum Freibad auch logistisch klären.“
Immerhin waren alle froh darüber, dass alle Kräfte im Gemeinderat zumindest die Sanierung des Freibads beherzt angehen wollen, obwohl nur Kopfschütteln darüber herrschte, dass der reiche Bund und das ebenso reiche Land die Stadt Bad Wildbad bisher in dieser Sache im Regen stehen lassen.“ pm


 

 

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