29.08.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw

Daniela Steinrode im Gespräch mit Bürgermeister Rüdiger Klahm

 

Althengstett. Von Bildung und Digitalisierung über Wohnraumentwicklung bis hin zur finanziellen Belastung durch den Artenschutz bei der Hermann-Hesse-Bahn und durch die beiden Krankenhäuser — beim Besuch der SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode bei Bürgermeister Rüdiger Klahm in Althengstett drehte sich vieles um die aktuellen Herausforderungen in der Gemeinde.

In wirtschaftlicher Hinsicht ist Althengstett geprägt durch Handwerksbetriebe und Zulieferfirmen der Automobilbranche. Doch seit der Corona-Pandemie sind die Gewerbesteuereinnahmen deutlich gesunken – auf aktuell nur noch 3,5 Millionen Euro. „Diese Entwicklung stellt die Gemeinde vor neue Herausforderungen, insbesondere in der Investitionsplanung“ berichtete Bürgermeister Klahm. Daniela Steinrode kritisierte die für Kommunen schwer zu planenden finanziellen Belastungen, die durch aktuelle Themen auf Kreisebene entstünden: „Die vom grünen Verkehrsminister versprochene Förderung für die Hermann-Hesse-Bahn muss in voller Höhe auch von einer zukünftigen Landesregierung eingehalten werden, unabhängig vom Ausgang einer neuen standardisierten Bewertung.“ Sollte das Land seine Förderzusage nicht einlösen, wäre dies eine Katastrophe für den Kreis und seine Gemeinden. Das dürfe nicht passieren, betonte Daniela Steinrode und sicherte zu: „Dafür werde ich mich auf Landesebene einsetzen.“ SPD-Zweitkandidat Jochen Maier forderte ebenfalls ein klares, schnelles Vorgehen: „um die Akzeptanz für die Hesse-Bahn in der Bevölkerung nicht weiter zu verspielen.“ Auch der Naturschutz spielt bei der Hermann-Hesse-Bahn eine zentrale Rolle: ein weiterer Hinderungsgrund für Fortschritte ist die Fledermausproblematik. Steinrode mahnte an, dass ökologische Verantwortung nicht gegen die Entwicklung des ländlichen Raums ausgespielt werden dürfe. Sie kündigte auch an, sich für eine stärkere finanzielle Unterstützung der Kommunen durch das Land einzusetzen. Nur so könne kommunale Handlungsfähigkeit auch langfristig gesichert werden. 

Althengstett mit seinen Teilorten Neuhengstett und Ottenbronn ist schulisch breit aufgestellt: In jedem Ortsteil gibt es eine Grundschule. „Gemeinsam mit den Gemeinden ringsum arbeiten wir als Schulverband zusammen und können eine Real- sowie eine Gemeinschaftsschule anbieten“ berichtete Bürgermeister Klahm. Er lobte die gute digitale Ausstattung, die durch Mittel des Digitalpakts ermöglicht wurde. Die Gemeinschaftsschule setzt dabei seit einiger Zeit teils auf verpflichtende Tabletklassen.

Jochen Maier gab die Rückmeldung mancher Eltern weiter, die sich angesichts der verpflichtenden IT-Ausstattung Sorgen um die finanzielle Belastung machen. Diese Familien müsse man mitnehmen, betonte Rüdiger Klahm. Auch Yüksel Erdogan, SPD-Ortsvereinsvorsitzender in Althengstett und langjähriger Elternbeiratsvorsitzender der Gemeinschaftsschule, betonte die Bedeutung, gerade im Bildungsbereich soziale Gerechtigkeit mitzudenken.

Ein weiteres Thema war der Wohnraummangel und die Schwierigkeiten bei der Erschließung neuer Baugebiete. Ein exemplarisches Beispiel: Das geplante Baugebiet Wasenäcker in Ottenbronn. Bürgermeister Rüdiger Klahm schilderte die kuriose planerische Situation: formal handle es sich um ein  Außengebiet im Innenbereich. „Das führt zu hohen Auflagen“ merkte Klahm an. Hinzu kommt der Fund einer geschützten Fledermausart in einem alten Schuppen, der deshalb nicht abgerissen werden darf. Auch angrenzende Streuobstbäume stehen unter Schutz. Somit müssen zur Verwirklichung des Baugebiets – trotz Bedarf – noch einige Hürden genommen werden. 

 

29.08.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw

Daniela Steinrode zu Besuch bei Bürgermeister Volker Schuler in Ebhausen

 

Ebhausen. Beeindruckt zeigte sich SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode beim Besuch in der Gemeinde Ebhausen: „Hier wird mit Weitsicht und Engagement Politik für die Menschen gemacht.“ Gemeinsam mit Bürgermeister Volker Schuler sprach sie über aktuelle kommunalpolitische Themen – von Bildung über Klimaschutz bis zur medizinischen Versorgung.

Volker Schuler, der seit 35 Jahren mit großer Leidenschaft Bürgermeister seiner Heimatgemeinde ist, betonte die Bedeutung langfristiger Planungen: „Nur mit Kontinuität kann sich eine Kommune nachhaltig weiterentwickeln.“ In Ebhausen mit seinen rund 5000 Einwohnern – verteilt auf die Ortsteile Ebhausen, Rotfelden, Ebershardt und Wenden – ist dies deutlich spürbar.

Ein besonderes Anliegen ist der Gemeinde seit vielen Jahren die Nachhaltigkeit. Mehr als ein Jahrzehnt lang war Ebhausen Träger des European Energy Award. In dieser Zeit wurden viele Projekte erfolgreich umgesetzt. Über 30 Photovoltaik-Dachanlagen sind installiert und viele Gebäude energetisch saniert. „Klimaschutz und Mobilität können Hand in Hand gehen“ unterstrich Daniela Steinrode im Hinblick auf das ehrenamtlich betriebene Elektrobürgerauto. Das sei ein gutes Angebot insbesondere für ältere und wenig mobile Menschen, lobte die Ortsvereinsvorsitzende der SPD Altensteig/Ebhausen und Mitglied im Kreisvorstand Claudia Bertram-Schuler.

Ebhausen ist in vielerlei Hinsicht gut aufgestellt. Zwei Hausarztpraxen sichern die medizinische Grundversorgung vor Ort, Bäckereien und zwei Supermärkte sorgen für Nahversorgung – lediglich der Wegfall des örtlichen Metzgers wird bedauert. Der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Carl Staud hob die Wichtigkeit regionaler Nahversorgung hervor: „fällt dies weg, so wird der Wohnort schnell unattraktiv und der Einkauf beschwerlich“. Beim Breitbandausbau setzt die Gemeinde auf Tempo: Sowohl in Ebhausen als auch in Rotfelden wurde der Ausbau mit Förderung durch Eigenausbau umgesetzt.

Im Bereich Bildung und Betreuung hat Ebhausen vieles zu bieten: Die Lindenrain-Schule bietet in ihrer Grundschule auch die Betreuung von Grundschulkindern nach Unterrichtsende im angegliederten Hort an. Doch auch der Anschluss nach der Grundschule ist gewährleistet: die Gemeinschaftsschule in Ebhausen floriert mit 440 Schülerinnen und Schülern, teils dreizügig, und strahlt über die Gemeinde hinaus. Rund die Hälfte der Lernenden kommt aus umliegenden Gemeinden. „Die Schule hier ist ein echtes Erfolgsmodell für den ländlichen Raum“, lobte Steinrode. Die Kommune betreibt auch eine öffentliche Mediathek, verschiedene Kindergärten und unterhält Betreuungsangebote für Kleinkinder. Marina Ederle, stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende, kennt die Wichtigkeit zuverlässiger Betreuung auch aus dem beruflichen Kontext: „Familien sind oftmals darauf angewiesen und eine Betreuungsmöglichkeit für Grundschüler während der Ferienzeit, wie das in Ebhausen angeboten wird, gibt es noch zu wenig.“

Herausfordernd bleibt in der topografisch geprägten Kommune die Entwicklung neuer Gewerbegebiete und Wohnbauflächen. „Die Tallage bringt planerische Grenzen mit sich“, so Schuler, „doch wir versuchen im Rahmen des Möglichen Flächen sinnvoll zu erschließen.“

Für Daniela Steinrode steht fest: „Ebhausen zeigt, was eine engagierte und vorausschauende Kommunalpolitik leisten kann. Gerade für den ländlichen Raum ist dieses Beispiel von besonderem Wert.“

 

29.08.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw

Besuch der SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode in Ostelsheim

 

Ostelsheim. Beim Besuch der SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode bei Bürgermeister Ryyan Alshebl in Ostelsheim standen viele drängende Themen auf der Tagesordnung – von Investitionsstaus bis zur überfälligen Hermann-Hesse-Bahn. Es zeigte aber auch: solide Finanzen, bürgerschaftliches Engagement und klare kommunalpolitische Zielsetzungen sind auch unter herausfordernden Rahmenbedingungen möglich.

Bürgermeister Ryyan Alshebl präsentierte eine bemerkenswert stabile Ausgangslage: „Ostelsheim zählt zu den wenigen Gemeinden in Baden-Württemberg, die schuldenfrei sind.“ Die Pflichtaufgaben sind vollständig erfüllt – doch bei freiwilligen Leistungen wie der Sanierung von Sportanlagen oder Teilen der Infrastruktur besteht Nachholbedarf. Auch das Sanierungsgebiet im Ortskern steht im Fokus: Der geplante Abriss der alten Gärtnerei, die übergangsweise als Gemeinschaftsunterkunft genutzt werden könnte, wird derzeit noch durch artenschutzrechtliche Auflagen und bürokratische Hürden verzögert.

Ein zentrales Thema des Gesprächs war die Hermann-Hesse-Bahn, deren Fertigstellung für viele Gemeinden der Region einen enormen Entwicklungsschub bedeuten würde. Alshebl kritisierte, dass Effizienz und Nutzen hinter rechtlichen Formalitäten zurückstehen müssten: „Es geht zu oft nicht mehr um das Ziel, sondern nur noch um die absolute Rechtssicherheit – das lähmt Fortschritt.“ Daniela Steinrode unterstrich die hohe Bedeutung des Bahnschlusses: „Unsere Region braucht diese Verbindung nun endlich, eine Zuganbindung nach Stuttgart ist zentral.“ Besonders, wenn man junge Menschen, die für Ausbildung, Studium oder zur Arbeit nach Stuttgart pendeln, langfristig im Kreis halten wolle, so Steinrode und fügte hinzu: „ Auch der Tourismus im Nordschwarzwald wird umgekehrt von dieser Anbindung profitieren.“

Im Anschluss an die Gesprächsrunde besichtigten Steinrode, Alshebl und Gäste den neuen Bahnhaltepunkt, an dem die Hesse-Bahn künftig halten soll. Hannes Elholm, Mitglied im Kreisvorstand der Jusos, bemängelte die schleppende Umsetzung der Zuganbindung: „Das ist für unsere Generation wirklich wichtig und muss endlich kommen.“

Im Bereich Bildung und Betreuung entwickelt sich Ostelsheim zukunftsorientiert: Neben dem bestehenden Kindergarten wird im Herbst ein Naturkindergarten eröffnet. Die lang bestehende Herausforderung bei der Personalgewinnung scheint nun gelöst. Zudem ist die Gemeinde Teil des Schulverbands mit Althengstett für weiterführende Schulen. Zweitkandidat Jochen Maier, der selbst lange in Ostelsheim beruflich tätig war, kennt die örtlichen Gegebenheiten gut. Besonders die Entwicklung rund um die alte Gärtnerei ist für ihn ein „wichtiges Signal für Aufbruch und Erneuerung.“

Beeindruckend ist auch das ehrenamtliche Engagement im Ort: Über 70 Helferinnen und Helfer wirken beispielsweise mittlerweile am Projekt „Dorfcafé“ mit – ein Ort für Begegnung, Austausch und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Damit plant die Gemeinde, einen zentralen Treffpunkt und Begegnungsort in ihrer Mitte und für die Menschen zu schaffen. Daniela Steinrode lobte das Projekt als „herausragendes Beispiel für gelebtes Miteinander und sozialen Kitt in herausfordernden Zeiten.“ Auch das sonstige Vereinsleben in Ostelsheim sei lebendig, so Bürgermeister Alshebl – und die freiwillige Feuerwehr sei mit über 50 Aktiven sehr gut aufgestellt.

Daniela Steinrode betonte abschließend: „Ostelsheim zeigt, wie eine verantwortungsvolle und bürgernahe Kommunalpolitik aussehen kann – mit Visionen, klarer Kante und einem bemerkenswert starken Ehrenamt.

 

29.08.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw

SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode zu Besuch bei Bürgermeisterin Kerstin Brenner

 

Haiterbach. Beim Besuch der SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode im Haiterbacher Rathaus standen kommunale Herausforderungen ebenso im Fokus wie kreative Lösungen und starke Netzwerke. Bürgermeisterin Kerstin Brenner empfing Steinrode zu einem intensiven Austausch über zentrale Themen der Stadt mit ihren vier Teilorten.

Ein zentrales Anliegen der Stadt bleibt die Verkehrsanbindung. Der notwendige Ausbau der L353 in Richtung Egenhausen ist für Bürgermeisterin Brenner ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Ortsdurchfahrt und zur Verbesserung der Mobilität – auch im Hinblick auf einen Radwegbau entlang dieser Strecke. Die Anbindung des Industriegebiets an die Autobahn in Richtung Horb gestaltet sich aufgrund der topografischen Lage sowie naturschutzrechtlicher Auflagen schwierig. „Dennoch bleibt die Autobahnanbindung aber ein zentrales Ziel zur Förderung unseres Wirtschaftsstandorts“ berichtete Kerstin Brenner. Denn Haiterbach verfügt über ein starkes Gewerbegebiet und ist ein attraktiver Standort für Handwerks- und Industriebetriebe. Gleichzeitig spüre auch Haiterbach die Auswirkungen der hohen Kreisumlage, die die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommune einschränke, betonte die Haiterbacher Bürgermeisterin.

Trotz knapper Mittel gelingt es Haiterbach dennoch, wichtige Infrastruktur zu erhalten – beispielhaft zeigt sich das am örtlichen Schwimmbad, das mit Unterstützung eines externen Dienstleisters weiterhin betrieben werden kann. „Ein wichtiger Ort für Familien und Freizeitgestaltung, aber auch eine wichtige Möglichkeit für Schwimmkurse und das Vereinsleben“, betonte Daniela Steinrode, weshalb es wichtig aber aus finanziellen Gründen oft nicht möglich und deshalb keineswegs selbstverständlich sei, dass sich eine Gemeinde für den Erhalt eines eigenen Schwimmbads einsetze.

Im sozialen Bereich setzt Haiterbach mit dem Mehrgenerationenhaus und dem dortigen neuen Projekt „Haiterbach Do it!“ zur sozialen Stadtentwicklung Akzente. Unterschiedliche Angebote schaffen dort Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten. Originell und bürgernah werden die im Rahmen von „Haiterbach Do it!“ diesen Herbst geplanten „Friseurgespräche“, bei denen im örtlichen Friseursalon neue Impulse zu verschiedenen Themenbereichen und Aktionen gesammelt werden und aus denen dann gemeinsam Neues geschaffen werden kann. „Ein tolles Beispiel für bürgernahe Politik auf Augenhöhe“, so Steinrode. Selina Frasch, Mitglied im SPD Kreisvorstand und selbst ehrenamtlich im Jugendbereich engagiert, betonte die Wichtigkeit der Mitgestaltung, die das Mehrgenerationenhaus und die Offenheit der Rathausverwaltung für das Ehrenamt biete.

Bürgermeisterin Brenner liegt besonders die ältere, oft weniger mobile Generation am Herzen: Mit der Idee eines Bürgerbusses möchte sie künftig die Mobilität älterer Menschen in den Teilorten stärken – und so ihre Eigenständigkeit auch im Alter erhalten und das seniorengerechte Leben im ländlichen Raum erleichtern. Hierfür werden Ehrenamtliche gesucht, die sich bei diesem Projekt einbringen möchten.

Auch beim Thema Wohnen bleibt Haiterbach aktiv: Das Baugebiet Knollenäcker wird versucht, in einer abgespeckten Version umzusetzen. Zudem bestehen in der Kernstadt und in den Teilorten noch Baulücken, die genutzt werden sollen, um neuen Wohnraum zu schaffen.

Daniela Steinrode zeigte sich beeindruckt vom Engagement vor Ort: „Haiterbach zeigt, wie man mit Kreativität, Zusammenhalt und Pragmatismus Zukunft gestaltet – trotz schwieriger Rahmenbedingungen.“ Sie versprach, die kommunalen Anliegen in die Landespolitik einzubringen – insbesondere die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und die Stärkung der ländlichen Räume.

 

 

29.08.2025 in Allgemein von SPD Kreis Calw

Wildberg im Fokus – SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode zu Gast bei Bürgermeister Ulrich Bünger

 

Wildberg. Beim Besuch der SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode im Rathaus  der Schäferlaufstadt Wildberg stand nicht nur der Austausch im Besprechungszimmer auf dem Programm – im Anschluss ging es gemeinsam mit Bürgermeister Ulrich Bünger auf eine Rundtour zu zentralen Projekten in der Kernstadt und den Teilorten.

Mit mehr als 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern hat Wildberg den Prozess der Stadtentwicklungsplanung (STEP) unter Einbindung der Bürgerschaft und des Gemeinderates bereits zweimal erfolgreich durchlaufen. Dabei standen viele Aspekte wie Mobilität, Infrastruktur und Nahversorgung ebenso im Fokus wie der Schutz vor Hochwasser und Starkregenereignissen oder das Thema bezahlbares Wohnen. Auch über das Landessanierungsprogramm und das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) konnten mehr als 100 neue Wohneinheiten entstehen. „ In allen Stadtteilen werden gezielt Lücken im Ortsbild geschlossen“ schilderte Bürgermeister Bünger, wie etwa in Schönbronn, wo  ein neues Ortszentrum mit Dorfgemeinschaftshaus, Backhaus und einem Baugebiet aus einer Gewerbebrache entwickelt wurde.

Ein drängendes Problem ist der Ärztemangel. Wildberg setzt hier auf zukunftsweisende Lösungen: Eine neu gegründete Arztpraxis als medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) mit Telemedizin sichern die medizinische Versorgung. „Gerade im ländlichen Raum müssen wir neue Wege gehen, um die ärztliche Versorgung auch in Zukunft sicherzustellen“, betonte Steinrode.

Die Infrastruktur stellt aufgrund der topographisch anspruchsvollen Lage besondere Herausforderungen an Wildberg. „Diese Lage erschwert es auch, Gewerbe im Ortskern anzusiedeln“ ergänzte Ulrich Bünger und fügte hinzu, dass der Glasfaserausbau zwar in Gang gebracht, aber seit der Übertragung an private Investoren für Kommunen deutlich schwieriger und aufwendiger geworden sei. „Schnelles Internet ist heute aber essentiell wichtig – die Umsetzung darf nicht an Bürokratie und Zuständigkeitsfragen scheitern und den Kommunen dadurch ständig Steine in den Weg gelegt werden“, kritisierte Steinrode die Schwierigkeiten.

Auch Bildung und Betreuung stellt Wildberg vor neue Investitionen und Aufgaben. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei derzeit Effringen: Der dortige Kindergarten ist nicht mehr sanierbar. Geplant ist ein Neubau in direkter Verbindung zur Grundschule, um Synergien zu schaffen und die Betreuungsqualität weiter zu verbessern.

Auch in die Feuerwehr investiert Wildberg: Die Abteilungen Wildberg, Schönbronn und Effringen verfügen über ein gemeinsames neues Gerätehaus, während für Gültlingen und Sulz am Eck aufgrund der Lage  eigene Feuerwehrhäuser benötigen.. Hinzu kommt noch die Ertüchtigung des Fahrzeugbestands. Circa 40 Jugendliche und 130 aktive Feuerwehrkräfte sorgen für die Sicherheit der Bürgerschaft– unterstützt durch die Tagesverfügbarkeit städtischer Mitarbeiter, die sich in der Feuerwehr engagieren. Doch auch die vorhandenen vier Grundschulen, sieben Kindergärten, das Bildungszentrum Wildberg und fünf Friedhöfe und das rund 110 km umfassende kommunale Straßen- und Leitungsnetz wollen betrieben werden. Der notwendige Investitionsbedarf in der Stadt für die nächsten Jahre wird auf rund 30 Millionen Euro veranschlagt.

Investiert wird derzeit auch im Ortskern. Der neue Aufenthaltsbereich mit Radladestation, Carsharing und E-Ladesäulen am neu gestalteten Busbahnhof werde von der Bevölkerung gerne genutzt, berichtete Ulrich Bünger. Die Umgestaltung des Busbahnhofs und der Bau des Kreisverkehrs waren notwendig geworden. „Dadurch wird der Verkehr am Bahnübergang sinnvoll entlastet und Staus vermieden“ betonte SPD-Zweitkandidat Jochen Maier die Infrastrukturmaßnahme. Hannes Elholm, Wildberger und Mitglied des Juso-Kreisvorstandes, hakte beim Neubau der Bundesstraßenbrücke im Zentrum Wildbergs nach und erkundigte sich nach der geplanten Dauer des Projekts, das zu vielen Umleitungen führt. Bünger zeigte sich hier zuversichtlich: durch stringente Bauvorgaben könne die eingeforderte Bauzeit von zwei Jahren eingehalten werden. 

Bürgermeister Ulrich Bünger machte deutlich, welche Rahmenbedingungen er sich für die Kommunalpolitik wünscht: „Wir brauchen keine zusätzliche Bürokratie, sondern Gesetze, die in der Praxis funktionieren.“ Und er betonte: „ Die Leistungsversprechen von Bund und Land ohne entsprechende Finanzausstattung an die Städte und Gemeinden haben zur Finanzkrise bei den Kommunen geführt. Deshalb sind mehr Freiheiten für die Kommunen und das Konnexitätsprinzip – wer bestellt, bezahlt – entscheidend, um die notwendigen Zukunftsprojekte zügig umsetzen zu können.“